TOWARD JERUSALEM COUNCIL II
HIN ZU EINEM ZWEITEN JERUSALEMER KONZIL

ISRAEL – heilsame Provokation

Robert Währer

„Toward Jerusalem“ meint, eine geistliche und eine örtliche, geschichtliche Ausrichtung auf- und annehmen. Alle anderen Orte, die in der Geschichte der Kirche zu Zeiten eine besondere Bedeutung erlangten, haben dahinter zurückzutreten. Weder Rom noch Konstantinopel noch Wittenberg oder Canterbury haben eine heilsgeschichtliche Zukunftsverheissung, nur Jerusalem. Jerusalem ist der Offenbarungsort schlechthin. Hier hat Gott Geschichte geschrieben, hier hat er Himmel und Erde unauflöslich verbunden.

In Jerusalem hat das Gebilde, das wir ‚Leib Christi‘ nennen, seinen Anfang genommen. Der Leib Christi meint eine geistliche Gemeinschaft, in welcher Jesus Christus durch seinen Geist gegenwärtig ist und regiert. Allein dieses Gefäss ist zukunftsträchtig. Ziel von TJCII ist nicht das Versöhnen und Vereinen konfessioneller Institutionen, sondern die Herausbildung und Zubereitung des Leibes Christi zum Dienst an der Welt

Grundlegend für diese neue Gemeinschaft ist der ‚neue Mensch‘, der Mensch, der sich mitJesus Christus, dem Messias identifiziert hat. Er ist mit Christus gestorben‘ (er hat seine Selbstbestimmung aufgegeben) und ist ‚mit ihm auferstanden‘ (in ein neues Leben eingetreten durch den Empfang seines Geistes, der nun das Leben bestimmen darf). Der neue Mensch ist die Grundlage der neuen Schöpfung.

Im ‚Wort Gottes‘, der Bibel, ist verheissen, dass der jetzt erhöhte Herr der Kirche Christi und König der Juden nach Jerusalem zurückkommen wird, um von da aus seine Herrschaft aufzu-richten. Weil der Schöpfer und Erlöser der Welt diesen Plan hat, wird Jerusalem der umstrit-tendste Ort der Geschichte sein. Wer als Weggemeinschaft ‚toward Jerusalem‘ unterwegs sein will, muss sich bewusst werden, dass dies ernsthafte geistliche Auseinandersetzungenbringen wird, deren Ausgang aber der Triumph der Herrschaft Christi sein wird.

 

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