TOWARD JERUSALEM COUNCIL II
HIN ZU EINEM ZWEITEN JERUSALEMER KONZIL

Geheimabkommen gelöst

Bericht über das Treffen in Muhen am 5.12 2020
Lossage vom Geheimabkommen der CH mit der PLO

Wir trafen uns in der Mensa der Stiftung Wendepunkt, wo die Tische auseinandergerückt
waren mit je 2 Sitzplätzen. Wir waren 26 Teilnehmer, darunter 10 Männer.
Nach dem Willkommen von Markus Neurohr mit dem Bibelwort Matth. 18,18, leitete
uns Maya Amrein im Lobpreis. Dann nahmen wir das Abendmahl ein, das Brigitte
Baumann vorbereitet hatte und Andreas Baumann einführte.

Ich führte dann ins Thema ein, wie das Geheimabkommen zwischen Bundesrat Pierre
Graber (SP, Lausanne) und Farouk Kaddumi («Aussenminister» der PLO) im September
1970 zustande kam mitten in der Krise der Geiselbefreiung der 3 entführten Flugzeuge
nach Zerqua in Jordanien (nach dem Buch von Marcel Gyr: «Schweizer Terrorjahre»,
2016, im Verlag der NZZ). Über Jean Ziegler (SP Nationalrat und Soziologieprofessor in
Genf) kam es zu einem Treffen in einem Genfer Hotel, wo ohne schriftliche Belege ab-
gemacht wurde, dass die CH nicht mehr vom Terrorismus betroffen wird, dafür der PLO
ein Büro in Genf zur Verfügung gestellt wurde. Ziegler und Kaddumi haben das bestätigt,
die andern sind verstorben.

Die Lossage wurde nach Derek Prince ausgeführt (nie allein durchführen, nur wer per-
sönlich vom Problem betroffen ist und nur, wenn wir den Willen von Jesus kennen.)
Wir erinnerten uns ans biblische Halljahr, wo nach 50 Jahren alles wieder in Ordnung
kommen soll.
Die Lossage wurde am Mikrofon nacheinander ausgesprochen, zuerst Hanspeter Lang
von Gebet für die CH, dann Mann – Frau – Mann usw. (9 Männer und 11 Frauen)
umrahmt vom durchdringenden Schofar-Ruf von Werner Woiwode.
Nachher gingen wir zur Fürbitte für unsere Bundesräte über und beteten auch für
den zukünftigen Schutz der CH.
Dann wurde der Brief an den Bundesrat vorgestellt zum Unterschreiben (abgeschickt
mit 45 Unterschriften). Vor dem Brief wurde noch eine persönliche Anrede mit Dank
zugefügt.
Nach dem aaronitischen Segen kamen wir zum Ende und hatten den Eindruck, dass
In der geistlichen Welt sich etwas verändert hat.

Nachtrag: Am 8.12. las ich in der Zeitung, dass BR Cassis alte, bewährte Botschafter
(von der Zeit von Micheline Calmy-Rey?) nicht mehr an wichtigen Stellen einge-
setzt habe. Am 9.12. hörten wir, dass Guy Parmelin nächster Bundespräsident wird
und Ignazio Cassis sein Stellvertreter.

Winterthur, den 11. Dez. 2020 Claire Glauser

 

Ergänzung 1: Einführung ins Thema von Claire Glauser

LOSSAGE VOM GEHEIMABKOMMEN MIT DER PLO
Meine Haltung zum Bundesrat.

Ich habe eine positive Beziehung zu unseren Bundesräten und Bundesrätinnen.
Ich denke, sie wollen es recht machen. Sie arbeiten viel und ich denke keiner
und keine von ihnen hat den Job angenommen, um sich mit diesem Job per-
sönlich zu bereichern, wie es in anderen Ländern oft geschieht.

Unsere Situation

Die CH zahlt seit den 50er Jahren regelmässig an die UNRWA, die Hilfsorgani-
sation der UNO für palästinensische Flüchtlinge, in den letzten Jahren über 20
Millionen CH Steuergelder pro Jahr, insgesamt also in den 100en von Millionen.
Mit anderen Worten: Die CH unterstützt die Feinde Israels, damit sie gegen Israel
kämpfen können. Andere Staaten (USA) haben die Zahlungen deswegen einge-
stellt oder sind am Diskutieren, ob sie es tun sollen (No, Ho, Dl).
Es scheint, dass die CH trotz mehrfacher Aufforderung nicht davon loskommen
kann und auch keine politische Diskussion stattfindet.
Auch weil nach Pierre Krähenbühl wieder ein Schweizer, Philipp Lazzarini, Direktor der UNRWA ist. Was steht im Weg? Ein Hindernis ist das Geheimabkommen, das von hochstehenden Schweizern mit der PLO 1970 abgeschlossen wurde.

Schweizer Terrorjahre

Die Kenntnis über das Geheimabkommen basiert auf dem Buch von Marcel Gyr,
«Schweizer Terrorjahre» und wurde 2016 im Verlag der NZZ publiziert. Zwischen
Febr. 1969 und Sept. 1970 kam es in der CH zu drei terroristischen Anschlägen.
Alle 3 wurden von einer Gruppe der PFLP (Popular Front for the Liberation of
Palestine) unter George Habash ausgeführt.

1. Am 18. Febr. 1969 wurde in Kloten auf ein zum Abflug rollendes ElAl-Flug-
zeug von vier Palästinensern geschossen. Unerwarteter Weise wurde aus
dem Cockpit zurückgeschossen, jemand glitt auf der Notrutsche hinunter,
rannte zu den Palästinensern und erschoss einen Terroristen. Am Flugzeug
wurden 62 Einschüsse gezählt. Ein israelischer Pilot starb, die Attentäter
wurden verurteilt und kamen in der CH ins Gefängnis, der isr. Sicherheits-
beamte wurde nach Israel entlassen.

2. Am 21. Febr. 1970 stürzte eine Swissair-Coronado in einem Waldstück bei
Würenlingen ab. Die 47 Insassen kamen ums Leben; die 20 jüdischen wur-
den in Jerusalem beerdigt. Suffian Kaddumi hatte in München ein 4kg
schweres Paket nach Israel aufgegeben, das in Zürich in die ElAl-maschine
umgeladen werden sollte. Da die ElAl schon weg war, kam die Paketbombe
in die Swissair nach Tel Aviv. Mit einem Höhenmesser explodierte die
Bombe auf 3000m. Die Täter waren PLO Studenten aus Frankfurt DL. Sie
wurden nie vor Gericht gebracht. Eine Decke des Schweigens kam darüber.

3. Am 6. Sept. 1970 wurde eine Swissair DC8 auf dem Flug nach New York
nach Zerqa in Jordanien entführt. Gleichentags noch eine Boing 707 der
amerikanischen TWA. Eine ElAl-Maschine zu entführen gelang nicht, dafür
nach zwei Tagen eine britische BOAC, die auch in Zerqa landete, insge-
samt waren jetzt ca 400 Geiseln dort. 22 Tage wurde verhandelt bis die
Geiseln befreit und die Flugzeuge gesprengt waren. Die Attentäter wollten
die 3 Gefangenen in der CH (vom 18.2.69) freipressen, wozu die CH sehr
rasch bereit war. Später forderte die PLO auch Gefangene in USA, England
und Deutschland. Die vier Staaten bildeten in Bern einen Sonderstab und
wollten gemeinsam verhandeln.

Und jetzt kam es zum Geheimankommen mit der PLO. Ohne den übrigen Bundes-
rat oder den Sonderstab zu informieren nahm der sozialdemokratische Bundesrat
Pierre Graber aus Lausanne Verbindung zur PLO auf. Jean Ziegler, der Soziologie-
professor und sozialdemokratische Nationalrat aus Genf schuf die Verbindung
mit Farouk Kaddoumi, dem informellen Aussenminister der PLO, mit dem er
schon Beziehung hatte.
In einem Hotelzimmer in Genf traf man sich im September 1970. Pierre Graber
hatte vier Schweizer eingeweiht: Bundesanwalt Hans Walder und Chef der Bundes-
polizei Andrè Amstein, die anwesend waren (sowie Nationalrat Jean Ziegler).
Man verhandelte auf Englisch. Kaddoumi soll die Geiseln in Zerqa von der PLO frei-
pressen. Sie bekommt dafür kein Geld, sondern die PLO erhält in Genf ein Büro.
Sowohl Jean Ziegler wie Farouk Kaddoumi haben den Deal nach mehr als 40 Jahren
bestätigt, die andern sind verstorben. Man beschloss das Stillhalteabkommen mit
Handschlag, ohne Dokument. Ziegler soll beim Abschluss nicht anwesend gewesen
sein. Pierre Graber und Jean Ziegler haben nach dem Deal gesagt, dass sie nichts
bereuen, sie hätten die Schweiz vor weiteren Anschlägen bewahrt.

Die Lossage von diesem Abkommen
Es ist in geistlicher Hinsicht anzunehmen, dass dieses Abkommen mit den Feinden
Israels unseren Bundesrat daran hindert, uns von den Palästinensern abzugren-
zen. Wie kann man das tun? Christen können miteinander durch diese Lossage, die
Gültigkeit des Geheimabkommens brechen. Es braucht dazu drei Bedingungen:

1. Man soll nicht allein gebieten, nur miteinander unter dem bewussten
Schutz von Jesus.

2. Man muss damit beteiligt sein. Ein Schweizer hat eine Verantwortung für
sein Land und auch eine gewisse Autorität.

3. Man muss sicher sein, dass es der Wille von Jesus ist.

Ergänzung 2: von Markus Neurohr
Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Mt 18,18
Unter diesem Wort und dem Schutz des Blutes Jesu beim gemeinsamen Abendmahl wurde der Fluch dieses Abkommens gebrochen und der Weg freigemacht, dass unser Land wieder voll und ganz zum Segen für Israel werden kann.

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