TOWARD JERUSALEM COUNCIL II
HIN ZU EINEM ZWEITEN JERUSALEMER KONZIL

Er ist unser Friede – Gottes Shalom für Israel und die Welt

Heini Schmid

Die Aufgabe entsteht aus der Gabe. Unser Werk kann und darf nicht darin bestehen, dass wir aus der Gabe eine Aufgabe machen so, als müssten wir den Frieden mit Gott und untereinander selber durch unsere Anstrengung herstellen, aufbauen. Das wäre Werkgerechtigkeit, es wäre nicht mehr ein Leben aus der Gnade, sondern aus der eige nen Leistung. Das Evangelium von der Gnade Gottes in Jesus Christus zeigt uns klar, dass das ein Fehlweg wäre, der nicht zum Ziel führen kann. Unsere Aufgabe ist die, ins Werk des Friedens und der Versöhnung, das allein Jesu Werk ist, einzutreten und uns von ihm, dem Friedefürsten (dem grossen peacemaker) brauchen zu lassen.

So auch der Friede untereinander, insbesondere die Gemeinschaft mit unseren Schwestern und Brüdern aus den Juden ist nicht unser Werk und unsere Aufgabe, Er ist ermöglicht und begründet im Blut Jesu, das für sie und für uns geflossen ist.

Die Aufgabe kann nur darin bestehen, das demütig und voller Dank zu erkennen, dann darin zu leben, und das zu pflegen und zu bewahren, was uns geschenkt ist und uns fort und fort durch Jesus Geist geschenkt wird.

In Eph 2,11-22 wendet sich Paulus vor allem an die Heidenchristen in Ephesus. Die meisten von ihnen hat er wohl während seines dreijährigen Aufenthalts dort für Christus gewonnen. Ephesus war eine starke Gemeinde. Ihr gilt auch das erste Sendschreiben in der Offenbarung.

Judenchristen und Heidenchristen hatten erfahren, wie sehr das Kreuz Jesu sie einte, so dass ihre Traditionen sie nicht mehr trennen konnten. Für die messianischen Juden in Ephesus war die Taufe auf den Namen Jesu wichtiger geworden als die Beschneidung, und die griechischen Christen hatten sich von der Artemis, der Stadtheiligen von Ephesus losgesagt. Die Christengemeinde in Ephesus war eine Oase des Friedens, der Versöhnung und der Liebe inmitten des grossen Tumults der Hafenstadt Ephesus. Das Sendschreiben in der Offenbarung zeigt uns allerdings, dass die erste Liebe gewichen war.

Das ist eine Mahnung auch für uns.  Die Bewegung Toward Jerusalem Council II (TJCII) ist entstanden durch eine grosse, feurige Liebe zu messianischen Juden. Diese Liebe war und ist die Frucht von Jesu Kreuz. Durch das Kreuz wuchsen amerikanische Christen und Christinnen über sich selbst und ihre Traditionen hinaus mein neues gemeinsames Leben hinein. Die Herzens- und Glaubensgemeinschaft mit den Geschwistern aus Israel hatte und hat eine Stosskraft, die wir durch Gottes Gnade und seinen Geist in Zukunft noch mehr erfahren wollen und erfahren werden zum Segen für alle Kirchen aus den Völkern.

Es heisst aber auch jetzt: Nicht durch Heer oder Kraft, nicht durch Organisation und Programme, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr in Sach 4,6. Dieser Geist rüstet uns aus mit aller Weisheit und Ausdauer, die wir für den künftigen gemeinsamen Weg brauchen.

Zurück